Mittwoch, 18. November 2015

Interview: Lauren Tox Photography

Da ich meinen Blog vor dem verotten bewahren will hatte ich die tolle Idee hin- und wieder ein paar tolle Künstler, jeglicher Branche, vorzustellen und zu interviewen.
Beginnen möchte ich heute mit Lauren Tox, einer jungen ambitionierten Fotografin, die magische, düstere Welten erschafft und schon in jungen Jahren mit der Fotografie gestartet hat.

Obiges Bild war der Anfang für Laurens jetzigen Stil,
besonders freute es sie, dass sie zu dem Bild ein Tutorial im DOCMA Blog starten durfte.
1. Wie kamst du zu der Fotografie und was hast du damals bis heute gemacht? hat sich dein Stil in der Zeit vielleicht verändert?
 
Ich kam zur Fotografie durch eine meiner Bekannten, die mich dann irgendwann mit zu einem Ihrer Shootings mitgenommen hat. Wir beide waren so um die 15 oder 16 Jahre alt. Sie war damals selber Anfängerin und in der Fotocommunity angemeldet - und nach dem Shooting wusste ich, ich will das auch machen! Damals hab ich natürlich ganz klein angefangen, aber schon gleich mit Peoplefotografie gestartet. Heute habe ich, seit dem ich 17 bin, mein eigenes Kleingewerbe, shoote Auftragsarbeiten oder freie Projekte. Und zum Thema Stil: Anfangs waren es ehr natürliche Portraits mit nur einer Detail verbessernden Bildbearbeitung oder vereinzelt Farbstichen, es hatte keine wirkliche Durchgängigkeit ­­- wie auch, ich musste ja erstmal "meinen Stil" finden und ausprobieren! Heute gestalte ich meine fast schon düsteren Welten in stundenlanger Photoshoparbeit und mit noch mehr Liebe für die Feinheiten.



2. Was ist für dich das Schönste am fotografieren?

 
Wenn sich zeigt, dass die Mühe es Wert war. Wenn mir selbst und dem Model das Ergebnis gefällt und man zufrieden sein kann. Wenn andere sich ebenfalls in meinen kleinen Welten verlieren können und ein bisschen mit träumen, ist das dann noch viel besser!



3. Was war dein bisher größer Erfolg oder der Moment, wo du am meisten stolz auf dich warst?

 
Oh, ich denke ich bin zurzeit sehr stolz auf meine Veröffentlichung in der deutschen alljährlichen PhotoshopBibel 2015 in der Rubrik "beste Leserfotos" - da musste ich schon ordentlich schmunzeln. Aber egal ob "Erfolg" oder nicht, ich kenne so viele gute Fotografen die noch so unentdeckt sind - deswegen weiß ich, dass das nicht das wichtigste dabei ist. Ich fühl' mich erfolgreich, wenn meinem Model und vielleicht auch ein paar anderen Leuten gefällt, was wir da gemacht haben.



4. Was hast du für die Zukunft geplant?

 
Mehr außergewöhnliches und mehr "reale" Accessoires anstatt geshoppte. Ich liebe das digitale Basteln, aber meist lohnt es sich schon, wenn man in echte Gadgets investiert. Ansonsten lass ich mich treiben - ich bin ein Fotograf, den zu viel eigen verursachter Erfolgsdruck nur unkreativ macht. Es kommt eh alles von selbst!

5. Wie viel Arbeit steckt bei dir in der Vorbereitung? (Kostüme, Models, location, Ideensucherei)

 
Ideensucherei und Locationwahl gehen bei mir schon gut in die Zeit, auch entwerfe ich ab und an selber Accesoires wie Headpieces, Schmuck etc. Und manchmal muss eine Location auch schon etwas drapiert werden. Aber im allgemeinen bin ich jemand, der sogar relativ spontan einfach mal los will und shootet (viele Sachen wie Rauchbomben etc. hab ich eh immer daheim). Ich hab gemerkt, da kommen auch oft unverhofft gute Geschichten raus.


6. Was würdest du heute deinem 5 Jahre jüngeren Ich sagen? 

 
Nicht aufgeben. Stilsuche dauert manchmal wirklich länger als gedacht. Und stress' dich nicht selber so. Genieße deine Shootings!

7. Ein Ratschlag an andere ambitionierte Fotografen?

 
Viel ausprobieren, versuchen den Kontakt zu anderen Fotografen herzustellen (We are friends - not enemies!), sich austauschen und nur das tun, was einem selber Spaß macht. Und "Likes" sind kein Indikator für "Können und Kreativität", sondern eher für gutes Marketing!


Liebe Lauren, ich danke dir herzlich für das tolle Interview <3
http://www.lauren-tox.de/
https://www.facebook.com/LaurenToxPhotography
https://www.instagram.com/laurentox/ 


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