Samstag, 15. November 2014

Von damals bis heute

Etwa um diese Zeit genau im November vor zwei Jahren, als ich achtzehn war, meldete ich mich mehr aus Spaß auf DeviantART an. Ich hatte dann in den nächsten zwei Monaten ein paar stock-photos hochgeladen aber meistens ohne Erfolg. Anfang des Neuen Jahres dann, also 2013, sah ich, dass ein stock-photo eine Daily Deviation erhielt und plötzlich hatte ich um die 200-300 Follower mehr. Meine Fotos wurden gesehen.

Erstmal wusste ich nicht wie ich damit umgehen soll und wie ich weitermachen soll, denn ich hab mich einfach nur rießig gefreut.
Also fing ich daraufhin an immer regelmäßiger stock-photos hochzuladen und "up-to-date" zu bleiben.
Damals hatte mich zwar die digitale Kunst bereits fasziniert aber ich hatte sie noch nicht verstanden.
(Wobei ich mich frage, ob man Kunst überhaupt irgendwann versteht.)
Trotzdem wollte ich nicht nur stock-photos hochladen, ich wollte mehr als das, ich wollte meine eigenen Welten erschaffen.
So begann ich dann erst mit Gimp-, später mit Photoshop,  Composings zu erstellen.

 
 Das ging dann eine ganze Weile so...Stocks hochladen, Artworks erstellen, besser werden usw.
In dieser Zeit lernte ich dann auf DeviantART immer mehr Leute kennen, die ich heute gar nicht mehr auf meiner Reise wegdenken möchte. Aus aller Welt fand ich-, ja schon fast Freunde. 
Besonders zwei Menschen aus Schweden, die ich durch die Seite kennenglernt habe, liegen mir heute sehr an Herzen.  Es sind ganz wundervolle Menschen. Aber nicht nur die! Ganz viele von Deviantart sind unglaublich herzlich und mit der Zeit fängt es an, dass jeder jeden kennt. Man weiß wo man sich mit Fragen hinwenden kann, man weiß wen man anschreiben sollte, wenn man mit jemanden zusammen arbeiten möchte.... die Liste geht ins unendliche weiter.

Im Dezember 2013 entschied ich mich dann, anfangs mit Zweifeln, eine Facebook Page mit meiner "Kunst" zu erstellen. Es war ein komisches Gefühl, denn ich hatte die Befürchtung, dass viele Freunde das falsch verstehen würden.
"Hält die sich jetzt für was besseres? Für einen Künstler?" waren so Fragen, die mir dann durch den Kopf schossen. Zu der damaligen Zeit machte ich mir noch viele Gedanken darüber, was andere von mir denken könnten.
Trotzdem entschloss ich mich dann zu dem Schritt und bereue ihn bis heute nicht.
Dieser Schritt ist heute elf Monate her und es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit.

Liancary war also geboren.
Mein Ziel war es damals 1.000 Gefällt-Mir Angaben in einem Jahr zu erreichen, doch machte ich mir darüber nicht viele Hoffnungen.
Heute, November 2014 sind es über 2.700 und das ist weit mehr, als ich mir hätte wünschen können.
Für manch einen mag das wenig und lächerlich erscheinen aber mir bedeutet es die Welt, denn bevor alles anfing war ich nur ein Mädchen, das nicht an sich selbst glaubte und nicht wusste, ob es überhaupt irgendetwas kann. Heute weiß ich, dass ich mehr als nur eine Sache gut kann.

2014 war das Jahr, in dem sich am meisten veränderte und gleichzeitig war es auch mein bestes Jahr.
Die Anzahl der Follower auf Facebook stieg zeitgleich  mit dem Anstieg der Follower auf Deviantart. Doch ich wusste, faul sein geht nicht, das wäre nicht gut. Ich muss neue Arbeiten liefern um im Rennen zu bleiben. Glücklicherweise war das auch lange Zeit kein Problem, weil ich enorm viel Freizeit dieses Jahr hatte, wofür ich sehr dankbar bin.
In der Zeit konnte ich enorm viel dazu lernen, - nicht nur im technischen Bereich, sondern generell. Ich lernte mit "Kunden" zu arbeiten, weil plötzlich das Interesse da war.
Ich lernte mit Lob umzugehen und stritt nicht mehr alles sofort ab, sondern nahm es dankend an.
Ich lernte das Gefühl kennen, wie es ist andere glücklich zu machen, nur weil du das machst, was du gut kannst.
Es ist eines der besten Gefühle überhaupt.
happy lia, sommer 2014
Plötzlich war ich nicht mehr nur das Girl von DeviantArt, sondern war auch auf einmal auch auf Facebook präsent.  Die Nachfragen wurden zahlreicher, je mehr ich mit anderen Menschen arbeitete.
Natürlich war das nicht immer alles so einfach, wie es klingt. Oft musste ich pseudo social-media-marketing betreiben, indem ich häufig in Facebook-Gruppen postete, an Magazine meine Bilder gesendet habe, und und und...
All das ist natürlich auch mit Arbeit verbunden und ist auch zeitintensiv aber es lohnt sich, wirklich.
Als beispielsweise das "Dark Beauty Magazine" anfing monatlich ein Bild von mir hochzuladen hat mich das unglaublich stolz gemacht. Die Bilder erreichten innerhalb eines Tages mehr als 10.000 Likes, eine Zahl, die man sich so gar nicht vorstellen kann.
Dann hatte ich die 1.000 Likes geknackt und wenige Zeit später schon fast 2.000 ...
und heute sind es, wie gesagt mehr als 2.700 und ich danke einfach jedem einzelnen von euch, der mir nach wie vor auf meiner Reise folgt.

Im September war dann für mich persönlich der Höhepunkt, meiner künstlerischen Reise für dieses Jahr.
Durch einen unglaublich glücklichen Zufall hatte ich die Chance, den internationalen Fotografen Benjamin Von Wong einen Tag lang bei einem Shooting in den Saalefelder'Feengrotten mit ein paar anderen zu begleiten.
Es war einer der besten und lehrreichsten Tage meines Lebens.
Umso stolzer hat es mich anschließend gemacht, als Benjamin als Editor von "500px" ein Bild von mir "gefeatured" hat.
Da gab es also wirklich einen Fotografen draußen, der  richtig Ahnung hat und einige meiner Bilder trotzdem toll findet. Das musste erstmal verdaut werden. :D
2014, was für ein tolles Jahr. <3

Heute ist alles etwas schwieriger unter einen Hut zu bekommen. Ideen habe ich hunderte. Fototermine stapeln sich bis Mitte Februar und Anfragen wegen Fantasy-Composings häufen sich auch immer mehr. Nur was mir jetzt fehlt, ist die Zeit.
Mittlerweile fing ich wieder das "arbeiten" an und verbring einfach von 7 uhr - 17:30 keine Stunde am PC. Manchmal ist es dann ermüdend, wenn man  abends erschöpft von der Arbeit ist und dann in Facebook sieht, dass man noch 10 Nachrichten/Anfragen beantworten muss.
Aber das ist wohl das kleinste Übel. Ich denke sogar, das geht allen so, die langsam aber sicher ihr eigenes Ding aufbauen.
Und für nichts auf der Welt würde ich all das eintauschen. Denn mittlerweile macht mich dieses "Hobby" voll und ganz aus.  Ich bin nicht mehr einfach nur Lia, sondern bin jetzt die Lia, die Bilder macht.

Dennoch hat die Große Reise für mich erst begonnen. Es gibt noch so vieles zu sehen, zu lernen. Ich will noch soviele unentdeckte Orte finden, zu schönen Plätzen reisen, mit kreativen und lieben Menschen zusammen arbeiten und dazu brauche ich auch immer wieder Deine Hilfe.
Ohne Geld geht nichts, das weiß jeder und zuviel davon hat auch keiner von uns.
Trotzdem würdest du einen brotlosen, armen Künstler wie mich unglaublich glücklich machen, wenn du im Shop etwas findest, dass dir gefällt !
Schau einfach mal vorbei :)
Liancary Shop