Montag, 25. August 2014

Wer liebt, fürchtet keine Dunkelheit.

....Diese Worte sagte meine unglaublich intelligente Schwester gestern zu mir, 
als ich wieder mit Zweifeln und Zukunftsängsten zu kämpfen hatte.
Und erst verstand ich nicht, was sie damit meinte, 
denn fürchtet nicht jeder den Tod derer die wir lieben?
Aber ich verstehe nun, was sie damit meinte.
Der Tod ist nur ein physischer Verlust, denn alles was wir brauchen
ist tief in unserem Herzen und unseren Erinnerungen.
Wenn wir wirklich lieben, ist Liebe stärker als Verlust und Angst.
Und es gibt nicht nur eine Art von Liebe.
Mutterliebe, Freundschaftliche Liebe, leidenschaftliche Liebe, religiöse Liebe (also zum Glauben)
Liebe zum Leben, seelische Liebe...usw.
 Fragt euch selber, wie viele Beziehungen aus Angst gescheitert sind...
Wie viele Chancen im Leben lassen wir verstreichen, aus Angst vor den Folgen?
Wie viel verpassen wir, aus Angst vor dem Leben?
Sind wir nicht lieber alle viel lieber sicher?
Sicher aber ängstlich.
Hört sich alles nun so voll hippiemäßig an, oder?
Aber denkt wirklich mal drüber nach...

Vorm schlafengehen hatte ich zum ersten Mal in meinem Leben,
wenn auch nur kurz, keine Angst mehr verspürt.
Das war ein unglaubliches Gefühl, denn ich bin wohl ein ziemlicher Angsthase, was alles angeht!
Ich habe vor allem Angst und verpasse dadurch sovieles.
Zwar bin ich glücklich wie ich momentan lebe, doch Angst ist ein ständiger, nerviger Begleiter.
Und dann wird einem klar, dass man ihn gar nicht bräuchte...
Warum Angst wählen, wenn man Lieben könnte?
Das Leben ist schön.
So schön.
Niemand weiß, wohin uns das Leben führt.
Aber davor Angst zu haben, verschlimmert den Weg nur.
Keine Angst mehr zu haben bedeutet,
nicht mehr verletzt werden zu können.
und weil ich nicht gut in Worten bin, kommen jetzt paar Zitate...

"Who can say if your love grows,
As your heart chose, only time?
And who can say where the road goes?
Where the day flows, only time? 
Who knows? Only time"

"Wer Freude genießen will, muss sie teilen. Das Glück wurde als Zwilling geboren."

"I really like the idea that there are persons who fit perfectly to each other. 
Two characters who are only a whole thing when they are together. " 

"Am größten ist eine Liebe dann, wenn sie unsere Seele anrührt und uns nach dem Besten streben lässt. Dann entfacht sie ein Feuer in unseren Herzen und bringt Frieden in unsere Seelen."
 "Ich führte ein gewöhnliches Leben, mit dem feinen Unterschied, dass ich einen Menschen voll und ganz geliebt habe. Sowie das Leben."

"Love is not about how long I can wait for someone, but about how well I understand why I am waiting. " 

"Ill see you in another life
In heaven where we never say goodbye"

Sonntag, 3. August 2014

The weight of life (german post)

"Nur weil Dinge sich ändern, waren sie vorher nicht schlecht.
Sie haben sich einfach nur verändert, wie die Welt um uns herum."
Unsere Leben sind irgendwie oft vergleichbar mit einem dicken Roman. 
Du fängst an die erste Seite zu lesen und bist gespannt, wie es enden wird.
Doch auch wie ein Buch, hat ein Leben zahlreiche bis unendliche Kapitel ... 
und Kapitel sind wichtig, denn wir wollen ja nicht mitten im Satz das Lesezeichen zücken und das Buch zuklappen, oder?
Wir lesen bis zu einem Kapitel und machen dann entweder eine Pause oder lesen noch bis zum nächsten...
Manche Kapitel sind langweilig und man will am liebsten paar Seiten vorspringen.
Manche Kapitel sind so spannend und lustig, dass man sie förmlich miterlebt.
Manche Kapitel sind so zerschmetternd, dass es uns bis aufs Herz berührt.
Aber all die Kapitel sind wichtig. Sonst wäre es ein schlechtes Buch.

Schmerz, Trauer und Angst gehören zum Leben wie Heilung, Freude und Zuversicht.
Für die positvien Dinge, die einem wiederfahren, ist man einfach dankbar.
Aber bei den schlechten und negativen suchen wir schnell nach einem Grund, warum ausgerechnet uns das passiert.
Warum habe ich soviel Pech? Warum muss ich das durchstehen? Wieso verdiene ich kein besseres Leben?

Und weil wir auf diese Fragen keine Antworten bekommen begegnen wir den Zeiten mit Frust, Unverständnis und Verzweiflung.
Wir brauchen einen Schuldigen. Jemanden, der an dem Leid Schuld ist, dass uns so grausam auf vielfältige Weise wiederfährt. 

"Es ist, wie es ist und
es kommt, wie es kommt"

Tatsache ist, solang niemand absichtlich und wissentlich uns schaden wollte, trägt keiner Schuld.
Menschen verletzen uns und wir verletzen Menschen.
Aber nur weil wir verletzt werden, heißt das nicht, dass der jenige das aus Spaß an der Freude gemacht hat.
Manchmal muss man verletzt werden, um auf lange Sicht geheilt zu werden.
Ohne den Schmerz wissen wir nicht, wann uns Glück widerfährt.
Und was es eigentlich bedeutet, am Leben zu sein.

Loslassen tut weh, doch in jedem Neuanfang steckt auch etwas gutes. Für jeden von uns.  Eine Tür schließt sich, die andere öffnet sich. Und wer bereit ist hindurchzugehen, dem werden die Schönen Seiten des Lebens auch entgegen lächeln.
Die andere Tür, die wir hinter uns ließen, wird niemals ganz fort sein, denn sie ist ein Teil von uns.
Und das ist ein so tröstender Gedanke, finde ich.
Ich habe viele Menschen in der Vergangenheit verletzt -
wurde ebenso selbst auch oft enttäuscht.
Aber heute bin ich dankbar für jeden einzelnen Menschen, der kurz oder lang in meinem Leben war und IST. 
Manche Prüfungen waren so schwer, dass ich dachte, sie nicht ertragen zu können...aber am Ende sind wir dann doch noch hier, stärker als vorher.
Wenn ich zurückblicke, sehe ich viel Schmerz, viel Freude und Liebe und vorallem Dankbarkeit.

"Eigentlich könnte ich ja ziemlich sauer darüber sein, was mir wiederfahren ist.
 Aber es fällt schwer, wütend zu bleiben, wenn es so viel Schönheit auf der Welt gibt. 
Manchmal habe ich das Gefühl, all die Schönheit auf einmal zu sehen - doch das ist einfach zu viel. Mein Herz fühlt sich dann an wie ein Ballon, der kurz davor ist zu platzen. 
Und dann geht mir durch den Kopf, ich sollte mich entspannen und aufhören, zu versuchen, die Schönheit festzuhalten. Dann durchfließt sie mich wie Regen. 
Und ich kann nichts empfinden außer Dankbarkeit für jeden einzelnen Moment meines dummen, kleinen Lebens ..."