Donnerstag, 9. Oktober 2014

So weit die Füße tragen

"Home is where the heart is"

Es ist lange her, dass ich so langanhaltend glücklich und unbeschwert durchs Leben gegangen bin.
Jeder durchlebt mal schwere Zeiten und in den letzten Jahren hatte es mich getroffen.
Doch auch wenn sich meine Situation nicht viel verändert hat, fühlt es sich doch nun richtig an und Ängste und Zweifel spielen kaum eine Rolle mehr.
Ich bin unterwegs.
Und es fühlt sich gut an.
 Natürlich könnte ich mich auch dazu entscheiden sauer zu sein, was mir in der Vergangenheit widerfahren ist, doch wenn ich jetzt an die letzten Monate so zurückdenke, empfinde ich nichts anderes als Dankbarkeit und Glück, für jeden einzelnen Moment meines Lebens.

Im August hatte ich das Glück eine Person kennenzulernen, zu der ich jetzt keinen Kontakt mehr habe aber ich einfach für die kleine Unendlichkeit dankbar bin, welche wir hatten.
Das war eine unglaublich schöne und lehrreiche Begegnung, die eigentlich mein ganzes Leben auf den Kopf gestellt hatte.
Doch es hat nicht gepasst, weil es zu gut gepasst hat.
Nichts war mehr wie vorher und es gab auch kein zurück mehr. 
Doch wollte ich auch nicht zurück. Ich wollte vorwärts, weiter gehen...
 Nur manchmal bedeutet das auch, Abschied zu nehmen und das ist nie einfach.
Doch ich bin daran gewachsen. Ich habe die richtigen Entscheidungen getroffen, denn urplötzlich kamen wie von selbst viele Wendungen und Überraschungen in mein Leben.
So kam es, dass sich mir die Möglichkeit bot den internationalen Fotografen Von Wong einen Tag live zu erleben - und das war für mich wirklich eine große uns besondere Sache.

Zeitgleich-, oder durch diese Möglichkeit angetrieben schrieb mir jemand, den ich zwar so eigentlich nur einmal flüchtig gesehen habe, wir uns aber seit zwei Jahren in Facebook in der Freundesliste haben.
Es dauerte nicht lange und die Texte erhielten Romanlänge, ebenso merkten wir, dass der erste Eindruck, welchen wir voneinander hatten gar nicht so gestimmt hat.
Und obwohl wir Meilenweit voneinander entfernt wohnen, unternehmen wir vieles gemeinsam, denn nur ein Narr ist so einfältig und misst Entfernung an Kilometern.
Es sind nicht die Gemeinsamkeiten die Menschen verbinden, sondern die Träume, die sie teilen.

"You teach me how to see all that's beautiful
My senses touch your world I've never pictured
Now I give my hope to you, I surrender
I pray in my heart that this world never ends"

Und wohin der Weg auch führen mag, ich hoffe er teilt sich nicht.
Denn ich will weitergehen. Zusammen. Niemals stehen bleiben und niemanden zurücklassen. Sich gegenseitig ergänzen und helfen auf seinem Weg. Träume gemeinsam nutzen und die Schwächen, durch die Stärken des anderen ausgleichen.
Das verrückteste und Schönste an der Sache sind die Versprechen, die man sich gegeben hat, obwohl man sich noch nicht lange kennt.
Doch ist das Gefühl von Sicherhheit da, dass diese Versprechen zum Ersten Mal nicht gebrochen werden.
Versprechen sind eine Schöne Sache, doch sind sie auch gefährlich. Sie sind gleichzusetzen mit einem Eheversprechen und diese sollte man niemals leichtfertig da her sagen.
Der Missbrauch an Versprechen nimmt in unserer schnellen Zeit stetig zu. Zu schnell ändern sich die Umstände, zu schnell ändert sich die Zuneigung, welche man einst empfunden hat, zu schnell kommt jemand "besseres" und die Worte, die man einst sagte, verlieren plötzlich ihren Wert.
Ich verurteile niemanden, der Versprechen bricht. Auch ich konnte nicht jedes einzelne halten....doch je älter ich wurde, desto mehr wählte ich sie mit Bedacht. 

Ich wünsche jedem so etwas zu erleben, wie ich es zurzeit erlebe.
Was es auch sein mag, ich hoffe es bleibt.

"Weder Regen noch der Schnee hält
Mich zurück,
die Sonnen scheint bald, du wirst seh’n.
Und der Wind begleitet mich und singt
Ein Lied und ich sing mit,
lässt mich immer, immer weitergehen.

Ich bin unterwegs!
Es gefällt mir!
Ich bin unterwegs! 
Bärenbrüder - Unterwegs"



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