Dienstag, 16. September 2014

Ist Facebook ein Kreativitätskiller?


Eigentlich bin ich ein kreativer Mensch,
nur die letzten Monate war ich mir darüber nicht mehr so sicher.
Genau erklären kann ich das nicht, das ist einfach so eine Intuition die man hat oder eben nicht hat.
Aber ich fühlte mich eher wie jemand, der irgendwas macht und das als kreatives Werk verkauft.
Denn seien wir mal ehrlich, nur weil man mit Photoshop umgehen kann ist man lange noch nicht kreativ.
Know-how kann man erlernen, Kreativität nicht.

Derzeit lese ich abends vor dem schlafengehen ein paar interessante Bücher
über Kunst, Künstler, werden, bleiben, Kreativität, Menschen, und der richtige Umgang mit ihnen...usw.
Und jedes einzelne Kapitel verteilt ein paar Denkanstöße.
Zeitgleich arbeite ich nebenher  an einer Website oder einem online Portfolio, 
wie auch immer man das nennen will.
Ganz abgesehen davon, dass ich mich von Anbieter zu Anbieter herumschlag und nirgends zufrieden bin und das ganze wohl noch ein ewiger Kampf sein wird oder ich es erstmal aufs Eis lege, 
habe ich auch festgestellt, dass besonders meine Fotografien wenig aussagen.

Zwar liegt meine Stärke bisher wirklich in Fantasy Bildbearbeitungen, also Fotomanipualtionen, jedoch will ich auf Dauer die Fotografie nicht auf der Strecke lassen.
Ganz im Gegenteil, ich möchte da noch viel intensiver einsteigen, denn ich liebe das fotografieren
genausosehr wie das bearbeiten.
Und ich muss ehrlich sagen, dass meiner Einschätzung nach, viele meiner Fotos einfach knipserei sind.
Klaro, hängt auch von den Aufträgen ab, die man so bekommt....
Aber unabhängig davon erzählen nur wenige Fotos von mir eine Geschichte.
Und ein Geschichtenerzähler ist das, was ich sein will.

Also, habe ich mir mitten in der Nacht einen Plan gemacht, was ich alles langsam aber garantiert ändern werde. Ich habe Ideen und Projekte aufgeschrieben, die ich verwirklichen möchte.
Und weil man so Projekte nicht von heut auf morgen umsetzen kann, sondern viel Zeit und auch Recherche benötigen, ist der Zeitpunkt eigentlich mehr als perfekt.
Vier Monate bis zum Neuen Jahr, das ist doch mal eine gute Deadline um alles umzustrukturieren
und bis dahin:
Geld sparen, Aufträge machen und practice... practice und noch mehr practice.

Ja, und was hat Facebook jetzt eigentlich mit allem zutun?! :D
Wenn man viele Künstlerseiten liked sieht man alle paar Minuten irgendwelche Bilder, die einem gefallen.
In meinem Fall geht das von Fotografie zu Fotomanipulationen bishin zu matte paintings....also ein ganz schön breites Spektrum.
Wenn man dann so jemand ist, wie ich es bin, will man alles gleich auch ausprobieren und fühlt sich durch Bild xyz total inspiriert. 
Also wird nich lang gezögert und so etwas ähnliches gemacht.
Das Ergebnis sieht schön aus aber ist eben kein wirklich eigenes Projekt, was von Herzen kommt.

Und warum nicht mal ein bisschen größer träumen?
Von wahllos verschiedenen Bildern, lässt sich schlecht eine Ausstellung realsieren.
Wenn man schon keinen expliziten Stil hat, dann braucht man Themen, die eine Galerie füllen könnten.
Und ist das nicht viel aufregender viele verschiedene Bilder zu einem Thema zu gestalten, 
als immer nur eines, was eben einfach hübsch aussieht?
Okay, der Abschnitt klingt größenwahnsinniger als ich es eigentlich meine. :'D
Aber man weiß nie wo man mal landet, vllt hab ich in 5 Jahren alles hingeworfen und mach iwas komplett neues... oder ich habe mich auf ein Gebiet spezialisiert und starte da durch.
Wer weiß das schon? Ich jedenfalls nicht.
Aber man sollte sich alle Möglichkeiten offen lassen, so lange man kann.

Aufjedenfall werde ich in Punkto Fotografie nun einige Änderungen vornehmen.
Bisher habe ich pro Shooting, bzw. pro Idee so 1-2 Fotos maximal bearbeitet.
Aber das reicht nicht und wirkt in einem Fotografie Portfolio auch wesentlich unprofessioneller,
als wenn man 3-4 Fotos von einer Serie zeigt, die alle gut aussehen und ihre eigene Geschichte erzählen.
Erfordert natürlich die dreifache Arbeit aber am Ende wird sich das ausbezahlt machen.




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